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Bestatter München: So findest du den richtigen Begleiter im Trauerfall

Trauerredernin München Hanna Labita lächelt in Kamera

Als Trauerrednerin in München begleite ich viele Familien.


Und es gibt zwei Wege, wie ich in so eine Abschiedsfeier hineinkomme:

  1. entweder der Bestatter empfiehlt mich –

  2. oder die Familie findet mich direkt. Über Google, durch Empfehlungen oder weil sie mich schon mal erlebt hat.

Wenn Letzteres der Fall ist, erfahre ich oft erst im Gespräch mit den Angehörigen, wer der Bestatter ist.Und genau da habe ich im Lauf der Zeit gemerkt: Es gibt riesige Unterschiede.


Bestatter ist nicht gleich Bestatter

Weil man sich im Alltag (zum Glück) nicht mit dem Thema beschäftigt, wissen viele gar nicht, wie unterschiedlich Bestatter arbeiten. Und wenn dann ein geliebter Mensch stirbt, bleibt kaum Zeit. Die Welt steht still, und gleichzeitig muss so viel entschieden werden. Viel zu schnell.

Oft nimmt man den Bestatter, den das Krankenhaus empfiehlt. Oder der einfach um die Ecke ist.

Und manchmal merkt man dann: Das passt nicht.

Was meine ich mit „passt nicht“?

Bestatter sind Unternehmer. Klar. Sie müssen wirtschaftlich arbeiten, sonst können sie den Laden dicht machen.

Aber gerade beim Thema Tod – da braucht es mehr als Organisation und Rechnungen schreiben. Da braucht es Herz. Und das authentisch. Zudem

Mitgefühl. Taktgefühl. Feingefühl.


Ein guter Bestatter weiß, wann er spricht – und wann er einfach nur still da ist.

Er erkennt, wenn eine Familie Raum braucht. Oder Fragen hat. Oder erstmal nichts sagen kann. Er drängt sich nicht auf. Weder mit Produkten noch mit Terminen. Er hört zu. Wirklich. Und schaut hin.


Ein guter Bestatter sieht keine „Kunden“. Er sieht Menschen. In einer Ausnahmesituation.

Ein guter Bestatter gibt Halt. Er gibt Struktur – ohne starr zu sein. Er gibt euch das Gefühl:


Hier dürfen wir sein, wie wir gerade sind. Mit all unserem Schmerz.


Und er macht klar:

Ihr dürft mitentscheiden.

Ihr dürft euch Raum nehmen.

Ihr müsst nichts, aber ihr dürft alles fragen.


Denn genau das ist oft der Anfang vom Trauern: Mitgestalten dürfen.


Abschied gestalten – das ist möglich

Wusstet ihr, dass ihr beim Abschied ganz viel selbst entscheiden könnt?

Viele wissen das nicht. Weil es einem niemand sagt.

Ihr dürft euren verstorbenen Menschen noch einmal sehen. Ihr dürft ihn – wenn ihr mögt – mitwaschen. Ihr dürft die Kleidung aussuchen, in der er oder sie aufgebahrt wird. Ihr dürft mitentscheiden, wie und wann der Abschied stattfindet.


Und ja, ich weiß – das klingt erstmal ungewöhnlich. Vielleicht sogar ein bisschen unheimlich.

Aber es kann so heilsam sein. So friedlich. So wertvoll. Für euren ganz persönlichen Weg durch die Trauer.


Warum der Abschied so wichtig ist

Der offene Abschied – also der Moment, in dem ihr dem verstorbenen Menschen noch einmal wirklich begegnet – ist oft der Dreh- und Angelpunkt.

Viele haben Angst davor.Das ist total verständlich.

Unsere Gesellschaft kennt solche Rituale kaum noch. Totenwache, Aufbahrung, letzter Besuch – das alles ist selten geworden.

Dabei hilft genau dieser Moment, das Unbegreifliche zu begreifen. Zu verstehen: Der Mensch ist wirklich gestorben.


Das Bild vom Menschen, den man so lieb hatte macht den Kopf klarer. So traurig das klingt – unser Gehirn kann nur trauern, wenn es verstanden hat, was passiert ist.

Gerade bei plötzlichen Todesfällen – Kinder, Unfälle, Suizid – ist dieser Moment oft besonders wichtig.

Und keine Sorge: Viele denken, das Bild des Toten würde die Erinnerungen überlagern. Aber das stimmt nicht. Das letzte Bild reiht sich ein. Es wird nicht alles andere überdecken.


Studien zeigen:

Wer den Körper sieht, begreift schneller, was passiert ist. Trauer kann so eher beginnen.

Therese Rando, eine bekannte Trauerforscherin, sagt es so:„Sie sehen den Körper – und überbrücken damit das unbegreifliche Trauma.“


Was mir wichtig ist

Ich will, dass ihr wisst:

Ihr habt Rechte.

Ihr habt Möglichkeiten.

Ihr dürft euch Zeit nehmen.

Ihr dürft gestalten.

Und ihr dürft sagen, was ihr braucht.


Kein Abschied gleicht dem anderen.

Aber jeder darf genau so sein, wie er sich für euch richtig anfühlt.


Und deshalb mein Wunsch an euch:

Sucht euch einen Bestatter, der zuhört.

Der sich Zeit nimmt.

Der euch nichts aufschwatzt. Der euch begleitet – statt euch aufzuoktruieren. Der nicht nur organisiert, sondern auch mitfühlt.

Und wenn ihr schon mittendrin seid – und merkt, irgendwas fühlt sich nicht gut an: Dann sprecht es an.

Fragt. Lasst euch begleiten von Menschen, die euch wirklich sehen.

Denn das ist es, was zählt. Gerade jetzt.


Wenn Ihr Fragen habt, schreibt mir gern, ruft mich an oder schickt mir eine Whats App.


Eure Hanna



Kleiner Wegweiser: Wie finde ich einen einfühlsamen Bestatter in München?

Die Zeit nach einem Todesfall ist herausfordernd – und es fällt schwer, einen klaren Kopf zu behalten.


Deshalb hier ein paar Tipps, worauf ihr bei der Auswahl eines Bestatters achten könnt:


✔️ Fragt nach Zeit Ein guter Bestatter drängt euch nicht. Weder zur Entscheidung noch zum nächsten freien Trauertermin. Er gibt euch Raum. Für echte Abschiede.

✔️ Vertraut auf euer Bauchgefühl Fühlt ihr euch gesehen? Gehört? Oder redet da jemand nur über Produkte und Preise? Euer Gefühl trügt euch nicht.

✔️ Informiert euch im Vorfeld – wenn möglich Vielleicht habt ihr im Umfeld schon Erfahrungen gehört. Oder ihr googelt nach Bestatter München Empfehlungen oder einfühlsamer Bestatter München. Achtet dabei nicht nur auf Sterne – sondern lest euch die Texte durch. Wie spricht der Mensch? Klingt das nach Wärme?

✔️ Fragt direkt nach Gestaltungsmöglichkeiten Offene Aufbahrung? Verabschiedung im kleinen Rahmen? Lieblingskleidung? Wenn ein Bestatter das komisch findet oder abwiegelt – lieber nochmal überlegen.

✔️ Lasst euch nicht unter Druck setzen Nicht vom Krankenhaus. Nicht vom Amt. Nicht vom Bestatter. Es ist euer Abschied. Und der darf in eurem Tempo stattfinden.



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